Chelseas Welt hält sich an Grenzen: zwischen Angst und Neugier, Genuss und Sucht, Rolle und Persönlichkeit, Erbe und Fluch. Ihre Ungeheuer sind selten nur Körper. Sie sind Vereinbarungen, Gewohnheiten, Gegenstände, Worte und Wünsche, die das Recht erhalten haben, eigenständig zu handeln.
Ein Sieg bedeutet hier nicht immer Vertreibung. Manchmal besteht er darin, den wahren Namen zu nennen. Manchmal darin, sich zu weigern, die zugewiesene Rolle zu spielen. Manchmal darin, ein Verlangen anzunehmen, ohne damit das Recht auf Entscheidung abzugeben. Und deshalb bleibt die seltenste Waffe nicht Silber, Feuer oder ein Zauberspruch, sondern die Fähigkeit, den eigenen Willen von der Stimme des Wesens zu unterscheiden, das aus dem Inneren spricht.